Geschichte

Aller Anfang ist schwer

Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Grub am 13.August 1922

Grub war die letzte und einzige Gemeinde im Bezirk Mödling die keine Feuerwehr besaß.

Im September des Jahres 1920 unternahm der damalige Bürgermeister von Grub, Herr Leopold Tömböl eine Geldsammlung um den Ankauf einer 4 – rädrigen Feuerspritze von der Feuerwehr Mödling um einen Betrag von 12.500 Kronen zu ermöglichen.

Am 25. November 1920 wurde diese Feuerspritze angekauft.

Die Erste Mannschaft der FF Grub bestand aus 18 Leuten, deren erster Feuerwehrhauptmann Karl Bresolly war.

Die Ersten Uniformen der FF:

Der Ausschuß beschließt in der Sitzung am 10.Mai 1923 einstimmig den Ankauf von 34 Stück dunklen Loden – Blusen.

Der Mitgliedsstand der FF am 30. Dezember 1923:

25 ausübende und 53 unterstützende Mitglieder.

Am 27. Oktober 1924 wurde ein Mannschaftswagen von der FF Maria Enzersdorf zum Preis von 5.000.000.- Kronen angekauft.

1937 Zeughaus der FF Grub1937 Zeughaus der FF Grub (li.)

Die Feuerwehr in der Zeit des 2. Weltkrieges

Am 30.1.1938 wurde die letzte Hauptversammlung abgehalten.

Infolge des Krieges vom 1.9.1939 bis 8.5.1945 wurde kein Protokoll geführt.

Die Freiwillige Feuerwehr Grub hat sich durch Einrückungen zum Militär fast völlig aufgelöst. Von einem aktiven Mitgliedsstand konnte nicht mehr gesprochen werden.

Die Leitung lag in dieser Zeit in den Händen des Herrn Leopld Tömböl sen. und ist nach dessen Amtsniederlegung als Hauptmann in die Hände des Herrn Hauptmann Leopold Tömböl jun. übergegangen, der zu diesem Amte verpflichtet wurde.

Von dieser Zeit der Eingliederung der Gemeinde Grub in den 24. Wiener Gemeindebezirk (Groß – Wien) unterstand die FF Grub der Feuerwehr Wien.

Über Ausrückungen muss man sich nur auf mündliche Überlieferungen stützen. Man erzählt von Waldbränden und Ausrückungen bei Flugzeugrabstürzen.

In der Folgezeit wird von einigen Großbränden berichtet:

Am 26.11. 1945 brach um 20.45 h im Gasthof Franz Windisch Grub Nr. 20 in der Unterkunft der da wohnenden Fremdarbeiter des Stiftes Heiligenkreuz ein Brand aus. Bei den Löscharbeiten ging die Pumpe kaputt, sodass das gesamte Anwesen Haus Nr. 20 und 59 ein Raub der Flammen wurde. Besonders erschwert wurden die Löscharbeiten durch einen heftigen Westwind.

Zehn Tage später brannte der Heustadl der „Oin“ des Gastwirtes August Fischer  binnen weniger Minuten bis auf den Grund nieder.

Durch Kriegsereignisse brannte am 5.4.1945 das Wohn – und  Wirtschaftsgebäude des Herrn August Fischer, Gastwirt Grub, ab.

Am 7.4.1945 wurde das Wohn – und Wirtschaftsgebäude des Herrn Heinrich Schöny ein Raub der Flammen. Bei den zwei letztgenannten Bränden wurden die Löscharbeiten durch russische Besatzungstruppen verhindert.

Im Frühjahr 1946 wird noch von einem Waldbrand im „Küheidl“ in Buchelbach berichtet, vermutlich

Brandlegung, da es an drei Seiten zugleich brannte.

Der Fortschritt erreicht auch uns

14.April 1948:

Die Feuerwehr Wien stellt eine Pferdebespannte Motorspritze Type Knaust zur Verfügung.

12.Dezember 1948:

Vorführung  der neuen Tragkraftspritze TS 800 welche von der Betriebsfeuerwehr Rosenthal um 5.500 ÖS angekauft wurde, 2.000.- ÖS wurden Anzahlung gegeben, der Rest von 3.500.- ÖS muß in Raten bezahlt werden.

November 1948:

Um 1500.- ÖS wurden von der Betriebsfeuewehr  Rosenthal 1 Kommandantenhelm, 19 Mannschaftshelme, 10 Tellerkappen, 2 Mäntel, 9 Zwilchblusen, 4 Zwilchhosen, 8 Steigergurte, 8 Beile und  3 Steigerleinen.

1950: die FF Grub erhält die erste elektrische Sirene.

1952: die FF Grub erhält von der Feuerwehr Wien das erste motorisierte gebrauchte Feuerwehrauto Farikat „Steyr 1500“.

 1937 Zeughaus der FF Grub

 

1954: Erste Wettkampfgruppe Grub bei den Landesbewerben in Stockerau:

332 Leistungspunkte reichten für das Leistungsabzeichen in Bronze.

25 und 26 Juni 1955 : Landeswettkämpfe in Baden

Die FF Grub tritt erstmals mit zwei Wettkampfgruppen  für den Bewerb um Bronze und Silber an.

1957: Baubeginn des Gemeinde – und Feuerwehrhauses in Grub unter Bürgermeister Theodor Renner.

1962: 40 – jähriges Bestandsjubiläum der FF – Grub.

14.Februar 1966 :

Die FF – Grub erhält ein neues leichtes Löschfahrzeug  „Opel – Blitz“

1972: Gemeindezusammenlegung – feuerwehrmäßig gehören die Wehren Grub, Sulz, Sittendorf  und Dornbach nun zur Gemeinde Wienerwald

26. Juni 1976 : Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe in Guntramsdorf – Sieg für die Gruber Wettkampfgruppe im Bewerb um das Leistungsabzeichen in Silber.

Jänner 1977: Ankauf eines Lastfahrzeuges VW – Doppelkabine.

  10.Juli 1981: Die FF- Grub übernimmt das 1000 – Liter   Tanklöschfahrzeug

  „Opel Blitz“ von der Feuerwehr Sulz.

21.22 und 23 August 1981:

Erstes „GRUBER – WIESENFEST“: Das Fest wird in einem selbst aufgestellten Zelt veranstaltet. Dieses Fest war der Vorläufer der später weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannten

„Gruber – Wiesenfeste“ welche vor allem durch Auftritte berühmter Musikgruppen Ansehen erlangen sollte.

10. Februar 1988: Einbau einer vollautomatischen Funksirenensteuerung.

Im Feuerwehrhaus wird eine automatische Sirenensteuerung eingebaut, die FF wird von jetzt an über den Feuerwehrnotruf per Funk von der Bezirkszentrale in Mödling alarmiert, welche Tag und Nacht besetzt ist.

8. Juli 1990:  2 neue Einsatzfahrzeuge werden in den Dienst gestellt.

1 Tanklöschfahrzeug mit 2000 Lt., Kostenpunkt  1,8 Millionen Schilling;

Weiters wurde zusätzlich ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) Marke Ford Transit Bus 100 um 235.476.- ÖS angekauft und von der FF – Grub ohne jegliche Förderung bar ausbezahlt. Diese enormen finanziellen Zuwendungen seitens der FF – Grub sind nur möglich, da unser jährliches Wiesenfest beträchtliche Gewinne bringt.

8 März 1997 : Die FF- Grub erwägt den Bau eines neuen Feuerwehrhauses: Das alte Feuerwehrhaus und Gemeindeamt Grub Hauptstrasse ist viel zu klein.Nach längerer Suche nach einem geeigneten Standort, wird dieser bei der Gruber Kirche ausgewählt.Der Gemeinderat der Gemeinde Wienerwald beschließt einstimmig den Bau des Feuerwehrhauses in Grub.

Mai 1999: Baubeginn für das Feuerwehrhaus durch die Firma Lux

30. April 2000:  Feierliche Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses. Im Zuge der Florianifeier wurde das neue Feuerwehrhaus am 30. April 2000 eröffnet.

Folgende Feuerwehren waren anwesend: Grub; Sulz; Sittendorf; Dornbach; Gaaden; Heiligenkreuz und Sparbach. Ebenfalls anwesend war Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Koternetz. Die Gesamtkosten beliefen sich auf  7,8 Millionen Schilling.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Grub leisteten beim Neubau 

5940 unentgeltliche Arbeitsstunden.

Die größten Einsätze der FF

12. Sptember 1952 :

Großbrand im Wirtschaftsgebäude der Familie Bresolly Grub Hauptstrasse Nr.:8.

Die Löscharbeiten wurden durch starken Ostwind erschwert,das Wirtschaftsgebäude brannte fast zur Gänze nieder. Die Nachbarobjekte der Fam. Blieberger, Brenner und Posseth konnten vom Feuer geschützt werden.

Insgesamt waren 27 Löschzüge des Bezirkes Mödling eingesetzt.

9. Mai 1953 :

Großbrand im Wirtschaftsgebäude der Familie Kranzl.

Das Wirtschaftsgebäude wurde zum Großteil ein Raub der Flammen.

19.März 1961 : Brand in Dornbach.

Am 19. März 1961 brannte das gesamte Anwesen der Familie Rattenschlager in Dornbach am Lindenhof bis auf die Grundmaueren nieder. Die FF – Grub war mit 14 Mann im Einsatz.

4. Jänner 1979: Großbrand am Ameisbühel im Anwesen der Familie Heinloth:

Gegen 17.30 Uhr brach vermutlich durch ein defektes Stromkabel ein Brand aus, welcher von 86 Mann der Feuerwehren des Bezirkes Mödling und Baden ( Grub, Sulz, Heiligenkreuz, Alland, Kaltenleutgeben, Breitenfurt, und Dornbach) lokalisiert werden  

6. August 1981: Flugzeugabsturz am Ameisbühel!

Am 6.August 1981 gegen 14.oo Uhr stürtzt ein Kampfflugzeug des österreichischen Bundesheeres vom Typ Saab OE 105 auf das Wohnhaus der Familie Musil am Ameisbühel, Birnbauernweg. Das Flugzeug setzte vor dem Wohnhaus auf und riß eine ca. 12 m hohe Fichte wie ein Streichholz ab.

Es durchschlug den Dachstuhl und riß ihn weg. Austretendes Kerosin versetzte das Haus sowie das vorgelagerte Schwimmbad in ein Flammenmeer.

Frau Musil, die sich zu diesem Zeitpunkt im Garten aufhielt, erlitt schwere

Verbrennungen. Die beiden Piloten wurden von der Feuerwehr tot geborgen.

Im Bezirk Mödling wurde Großalarm gegeben; es waren 10 Feuerwehren mit insgesamt 110 Mann im Einsatz.

7. September 1985     Brand in Grub:

Durch Flemmarbeiten im Scheunenbereich des Anwesens der Familie Chat, Hauptstrasse brach gegen 12.00 Uhr Mittags ein Brand aus, in der Scheune waren ca. 800 Strohballen gelagert,welche von der FF – Grub mit Einsatz von Schwerem Atemschutz ins Freie transportiert wurden – der Brand konnte erfolgreich gelöscht werden.

24. Juni 1992:  Großbrand in Grub:

Um 12.15 Uhr brach im Wirtschaftsgebäude des Anwesens der Familie Posseth, Grub Hauptstrasse ein Großbrand aus.

Das Wirtschaftsgebäude stand aufgrund der Holzkonstruktion binnen Minuten in

  Vollbrand. Durch den raschen Einsatz der Feuerwehren konnten alle Tiere, sowie das angrenzende Wohngebäude gerettet werden.

Es waren 6 Feuerwehren des Bezirkes Mödling mit insgesamt 86 Mann im Einsatz. 940 Meter Schläuche wurden ausgelegt. Der Löschwasserverbrauch von den Hydranten war so enorm, daß zeitweise die Wasserversorgung von Grub zusammenbrach.  Von der FF Grub waren allein 32 Mann bis Mitternacht mit Lösch – und Aufräumungsarbeiten eingesetzt.

2. September 1996 : Großbrand in Grub:

Gegen 3.00 Uhr früh brach bei der Familie Karner, Hautstrasse 14 a im Dachstuhl ein Brand aus, die Feuerwehren unseres Unterabschnittes Grub, Sulz, Sittendorf und Dornbach konnten den Brand im Dachstuhlbereich abfangen und erfolgreich löschen.

7. und 8. Juli 1997 : Hochwasserkatastrophe in Grub:

Am 7.und 8. Juli 1997 erlebte Grub aufgrund der seit Tagen anhaltenden Regenfälle die größte bisher bekannteste Hochwasserkatastrophe.

Bereits am 7 . Juli erfolgte der erste Einsatz.

Am 7. Juli wurde um 4.30 Uhr mittels Sirenenfunksteuerung alarmiert.

Der Sattelbach tritt aus allen Ufern, überschwemmt Strassen und Keller, die Regenfälle dauern an – die FF Grub steht bis in die Mittagsstunden des 8. Juli im Dauereinsatz. Es werden etwa 52 Einsätze gefahren, seitens der FF Grub sind zeitweise bis zu 30 Mann im Einsatz, welche insgesamt 221 Einsatzstunden leisten. Gesamt werden etwa 400 Sandsäcke gefüllt und ausgelegt, Keller ausgepumpt, Autos geborgen und Sachwerte in Sicherheit gebracht.

 Unterstützt wurde unsere Wehr von folgenden auswertigen Feuerwehren:

  FF Gaaden                                      FF Gießhübl

  FF Vösendorf                                  FF Mödling

  FF Brunn am Gebirge                      FF Gumpoldskirchen

  FF Hinterbrühl                                 FF Perchtoldsdorf

  FF Dornbach                 

Am 7. Juli 1997 gegen 21.00 Uhr wird von der BH - Mödling für unsere Region 

Hochwasseralarm gemäß Katastrophenschutzplan ausgelöst.

Vom Bezirksfeuerwehrkommando wird die F und B – Bereitschaft (Sondereinheit  Feuer- lösch und Bergungsdienst) Nummer 15 aus dem Bezirk Neunkirchen angefordert. Sie trifft um 23.00 Uhr mit zwei Fahrzeugen und 7 Mann ein.

Die Regenfälle dauern an. 

Der Krisenstab im BH–Mödling fordert daraufhin Unterstützung durch das Bundesheer an. Die Einheiten treffen am 8. Juli 1997 gegen 2.30 Uhr Nachts mit 63 Soldaten vom Panzerbataillon  9, der Kaserne aus Götzendorf (Wallensteinkaserne) und 58 Soldaten des Panzerbataillon 33, der Kaserne Zwölfaxing ein. 

Es standen ca. 20 Bundesheerfahrzeuge mit zwei Bergepanzern im Einsatz.

Es wurden nochmals 1200 Sandsäcke gefüllt und ausgelegt.

Im Feuerwehrhaus Grub wurde die Einsatzzentrale für alle eingesetzten Kräfte eingerichtet. In den Morgenstunden des 8.Juli 1997 erreichte das Hochwasser seinen Höchststand, dieser lag im Bereich der Maurergasse etwa 60 cm höher als die bisherige höchste Pegelmarkierung.

Am Nachmittag des 8. Juli 1997 entspannte sich die Situation, die Schäden in

Millionenhöhe kamen zum Vorschein.

8.Juli 1997 ca 10.00 Uhr Vormittags: Bachgasse in Grub – Herr Fritz Kühmayer stürtzt mit seinem Traktor in ein durch das Hochwasser ausgewaschenes 2 Meter tiefes Loch, der Traktor wird später durch einen Bergepanzer des Bundesheeres geborgen.

21. Oktober 1997 : Brandeinsatz in Grub.

Um 4.00 Uhr Früh wird die FF – Grub zu einem Wohnhausbrand der Familie Blaschke gerufen. Es wurde sofort mit 3 Mann ein Innenangriff mit schweren Atemschutzgeräten und einem Hochdruckrohr durchgeführt. Der Brand war nach etwa 2 ½ Stunden gelöscht.